DONAU CHEMIE: Kontinuität als Stärke

Home / News / DONAU CHEMIE: Kontinuität als Stärke

DI James Schober ist der neue Vorstandsvorsitzende der Donau Chemie. Wie er das Unternehmen in turbulenten Zeiten leiten will, erklärt er exklusiv für die CCFA:

CCFA: Sie sind seit 30.11.2017 Vorstandsvorsitzender der Donau Chemie Gruppe – was ändert sich damit?
James Schober: Für die Kunden bleibt alles beim Alten. Wir setzen nach wie vor auf Qualität – auch, oder gerade bei Commodities. Dazu ein Beispiel: Italienische Unternehmen mit ihren internationalen Wasserwegen können günstig Ware aus der ganzen Welt bekommen – und trotzdem bestellen viele ihre Produkte bei uns. Warum? Weil wir ein zuverlässiger Partner sind und verlässliche Qualität bieten. Wir schummeln nicht. Wir streben keine kurzfristig hohen Umsatzzahlen an – sondern sind für unsere Kunden über viele Jahre, ja oft sogar Jahrzehnte, ein starker und beständiger Partner. Das ist enorm wichtig, wenn es rund herum drunter und drüber geht.

CCFA: Alle Welt spricht von volatilen Märkten und Unsicherheit durch schnelle Veränderungen – beschäftigt Sie das?
JS: Veränderungen hat es schon immer gegeben. Wir sind es gewohnt, darauf zu reagieren. Die Donau Chemie ist ein Unternehmen, das langfristig plant und agiert. Für uns sind drei Aspekte essentiell: Sicherheit, Qualität und Umwelt. Damit sind wir erfolgreich geworden. Davon rücken wir auch nicht ab – egal, wie turbulent Märkte oder Tagesgeschäfte sein mögen.

CCFA: Wie kann die Donau Chemie als Familienunternehmen neben großen Konzernen bestehen?
JS: In unseren Business Units Chemie, Donau Carbon und Donau Kanol sind wir Produzenten und Dienstleister zugleich. Zudem sind wir mit Donauchem – was eher unüblich ist – auch Händler. Diese Vielfalt garantiert Stabilität: Ist eine Branche im Umbruch, können wir mit den anderen Produktgruppen Flauten abfangen.

CCFA: Gibt es einen typischen Donau-Chemie- Kunden?
JS: Nicht was Branche oder Größe betrifft, denn wir beliefern alle: Von der Kommune über Gewerbebetriebe bis hin zum Groß- und Einzelhandel. Und nicht überall, wo Donau Chemie drin ist, steht auch Donau Chemie drauf! Einige Eigenmarken bekannter Handelsketten werden von uns entwickelt und produziert. Auch die Lohnproduktion ist für uns ein wesentliches Geschäftsfeld. Was aber alle Donau-Chemie-Kunden trotz ihrer Verschiedenheit eint, ist ihr Qualitätsbewusstsein.

CCFA: Wie gehen Sie mit dem Thema Digitalisierung um?
JS: Digitalisierung ist eines jener Themen, das uns – wie fast alle heute – extrem beschäftigt. Wir loten derzeit praktikable Möglichkeiten für digitale Prozesse aus. E-Billing ist für uns bereits Alltag.

CCFA: Wie hält es die Donau Chemie mit dem Umweltschutz?
JS: Viele unserer Produkte tragen dazu bei, dass die Umwelt sauberer wird. Ein schönes Beispiel, wie sich dabei im Idealfall technischer Nutzen und nachhaltiges Denken ergänzen können, ist die Verwendung von Kokosnüssen in der Filtertechnik. Allein 50 Prozent des Bedarfs unserer Donau Carbon an Aktivkohle produzieren wir auf den Philippinen aus Kokosnussschalen – einem nachwachsenden Rohstoff. Mit hohem funktionalem Wert: Denn Aktivkohle kann – im Gegensatz zu chemischen Behandlungsmethoden – sogar Hormone aus dem Abwasser filtern. In diesem Zusammenhang wäre es schon längst an der Zeit, in Österreich diese Reinigungsstufe in Kläranlagen gesetzlich festzulegen. Sonst begrüße ich die hierzulande sehr strengen Umweltauflagen für die Chemie-Branche. Wir gehen hier freiwillig oft sogar noch weiter.

CCFA: Sie führen also den Weg Ihres Vorgängers fort?
JS: Ich habe mit Franz Geiger sehr konstruktiv und partnerschaftlich zusammengearbeitet. Ich kenne die Ziele und weiß aus langjähriger Erfahrung, worauf es unseren Kunden und unserem Eigentümer in Zukunft ankommen wird. So übernehme ich gemeinsam mit meinem Vorstandskollegen Bogdan Banaszczyk gerne die Aufgabe, die weitere Erfolgsgeschichte des Unternehmens verantwortlich zu gestalten. Dazu werde ich wie bisher die Nähe zu unseren Mitarbeitern und Kunden suchen.

 

Related Posts