Mit dem zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz, vernetzten Systemen und digitalen Plattformen wachsen zugleich Abhängigkeiten und Sicherheitsrisiken. Johann Martin Schachner, Managing Director, Atos Österreich, erläutert, wie Unternehmen Innovation vorantreiben und zugleich Kontrolle, Sicherheit und Handlungsfähigkeit bewahren können.
Die digitale Transformation braucht mehr als leistungsfähige Technologien. Entscheidend ist, dass Unternehmen ihre digitale Zukunft selbstbestimmt gestalten und auch in einem zunehmend komplexen Umfeld handlungsfähig bleiben. Für Atos bilden dabei drei strategische Säulen die Grundlage: agentenbasierte KI, digitale Souveränität und Cybersicherheit. Sie greifen unmittelbar ineinander, wie Johann Martin Schachner, Managing Director von Atos Österreich, weiß: „Technologie schafft dann echten Wert, wenn Unternehmen Innovation vorantreiben und dabei Kontrolle, Sicherheit und Handlungsfähigkeit behalten.“
Wenn KI plötzlich selbst tätig wird
Agentenbasierte KI kann Aufgaben planen, auf Systeme zugreifen und innerhalb festgelegter Grenzen selbstständig handeln. Damit ist sie für Unternehmen besonders interessant. Allerdings sollte vor ihrem Einsatz geklärt sein, was ein KI-Agent darf, auf welche Daten er zugreifen kann und wann ein Mensch eingreifen muss. Ebenso wichtig: Lässt sich später nachvollziehen, was die KI getan hat? Kann ihr der Zugriff sofort entzogen werden? Und bleiben Aufwand und Kosten auch dann überschaubar, wenn der Einsatz wächst? Atos betrachtet solche KI-Systeme deshalb wie geschäftskritische Software. Rollen und Berechtigungen werden festgelegt, Abläufe überwacht und Entscheidungen nachvollziehbar gemacht. Der interessanteste KI-Anwendungsfall ist nicht automatisch der spektakulärste. Wertvoll wird er dort, wo ein klarer geschäftlicher Nutzen auf klare Regeln trifft.

Wie abhängig darf das eigene Geschäft sein?
Digitale Souveränität klingt zunächst abstrakt, lässt sich aber auf drei konkrete Fragen herunterbrechen: Wo liegen und laufen unsere wichtigen Daten und Systeme? Wer kann darauf zugreifen und sie kontrollieren? Und was passiert, wenn ein wichtiger Anbieter, eine Technologie oder ein digitaler Dienst ausfällt oder nicht mehr wie gewohnt verfügbar ist? Atos versteht digitale Souveränität deshalb als die Fähigkeit eines Unternehmens, Kontrolle über seine Daten, Infrastruktur, Anwendungen und digitalen Abläufe zu besitzen und handlungsfähig zu bleiben.
Dabei braucht nicht jeder Bereich dieselbe Absicherung. Für besonders sensible Daten oder geschäftskritische Prozesse kann ein höheres Maß an Kontrolle sinnvoll sein. Bei anderen Anwendungen reichen standardisierte Lösungen. Der Mehrwert liegt in dieser bewussten Abstufung: Unternehmen investieren dort in Souveränität, wo Abhängigkeiten tatsächlich zum Geschäftsrisiko werden.
Cybersecurity beginnt vor dem Ernstfall
In komplexen, stark vernetzten IT-Landschaften müssen Schutzmaßnahmen kontinuierlich überprüft und an neue Bedrohungen angepasst werden. Atos setzt deshalb auf „Adaptive Cyber Resilience“: Unternehmen sollen ihre Schutzmaßnahmen auf Basis neuer Risiken und Erfahrungen laufend weiterentwickeln, um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen. Hier kann KI dabei helfen, etwa große Mengen an Signalen schneller auszuwerten und Anomalien früher zu erkennen, sodass Schutzmaßnahmen schnell adaptiert werden können und auf Bedrohungen schnell reagiert werden kann.
Ziel ist es, die Wahrscheinlichkeit und die Auswirkungen eines Vorfalls möglichst gering zu halten und zugleich sicherzustellen, dass kritische Abläufe im Ernstfall rasch wieder unter Kontrolle gebracht werden können.
Drei Fragen für die eigene Transformationsagenda
Für Atos gehören diese Themen deshalb zusammen. Wer KI stärker im Unternehmen einsetzen möchte, sollte wissen, welche Entscheidungen sie treffen darf. Wer digitale Souveränität anstrebt, sollte seine kritischen Abhängigkeiten kennen. Und wer Cyberrisiken beherrschen will, muss wissen, wie gut kritische Systeme geschützt sind und wie schnell Bedrohungen erkannt und eingedämmt werden können. Atos setzt diese Prinzipien derzeit in der eigenen Transformation um und bringt die daraus gewonnenen Erfahrungen zugleich in Kundenprojekte ein.
WEITERE INFORMATIONEN:
Im ATOS-Whitepaper „Digitale Souveränität ist kein ‚Nice-to-have‘ mehr“ erfahren Unternehmen, wie sie die Kontrolle über ihre geschäftskritischen Daten und Prozesse behalten:
Digitale Souveränität ist kein „Nice-to-have“ mehr

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