BPCE EQUIPMENT SOLUTIONS AT : Auf Expansion ausgerichtet

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Mit der Übernahme der ehemaligen SG Equipment Finance Gruppe durch die Groupe BPCE im Jahr 2025 hat sich für BPCE Equipment Solutions ein neues Kapitel eröffnet. Im Interview spricht Christian Piringer über die neue strategische Ausrichtung, Wachstumspläne bis 2030 und die Rolle Österreichs innerhalb der international ausgerichteten Gruppe.

CCFA: Herr Piringer, die CCFA und Ihr Unternehmen teilen eine lange Geschichte – zunächst unter dem Dach der Société Générale, nun seit der Übernahme durch die Groupe BPCE im März 2025 als BPCE Equipment Solutions. Wie würden Sie die aktuelle Position von BPCE AT beschreiben, und welche Bedeutung hatte dieser Schritt für die strategische Ausrichtung Ihres Unternehmens?

Christian Piringer: Die Société Générale Gruppe ist ja und war immer schon eine der ältesten Auslandsbanken in Österreich und hat dadurch schon sehr früh im Leasing Geschäft angefangen. Ich selbst bin dann 2001 dazugestoßen und führe seitdem die Geschäfte der Gesellschaft. Im Jahr 2025 gab es eine Veränderung die nicht völlig unabhängig von den großen zwei Banken, also Société Générale und BPCE durchgeführt wurden. Nämlich in dem Sinn, dass die Société Générale beschlossen hat, sich auf das Führen der Fuhrparkmanagementgesellschaft zu konzentrieren. Das ist die ehemalige ALD und ?Leaseplan? die zusammen zu Eyevenz/Ivenz? Fusionniert wurden. Dort ist eben jetzt der Schwerpunkt der SG und die BPCE ist diejenige Bankengruppe, die sich auf das Equipment Finance Geschäft konzentriert und daher die eh. SG-Equipment Finance Gruppe mit allen Gesellschaften weltweit übernommen ha. Daher jetzt auch das neue Konstrukt BPCE Equipment Solutions wo wir mit einem Netzwerk von 24 Gesellschaften weltweit tätig sind.

 CCFA: 24 oder mehr, das war nämlich auch das Thema für das Werbesujet, da muss ich kurz nachfragen, aus Interesse?

C.P.: 24 und eben weiteren Partnergesellschaften die wir auch im Netzwerk mit anbieten, in Skandinavien oder Australien zum Beispiel. Der Plan der BPCE Equipment Solutions Gruppe ist aber ganz eindeutig auf weitere Expansion, weiteres Wachstum ausgelegt. Schon heute hat die BPCE ES Gruppe eine Größe erreicht wo wir am 1./2. Platz auf dem Leasing Markt in Europa sind. Ich habe Ihnen dazu etwas mitgebracht (DOKUMENT C. P. mit eur. Leasing Gesellschaften, BPCE vor Fusion schon am 8. Platz ausschließlich mit dem Geschäft in Frankreich +/- Spanien; SG am ersten Platz mit großem Teil 15 Mrd. Geschäft bei SGEF die jetzt mit Fusion auf 1./2. Platz sind). Ausgangsbasis ist Pos. 1-2 mit starken Wachstumsplänen, die ein Wachstum von 50% bis 2030 beinhalten. Es werden alle Ressourcen auf diese Expansion gelegt. Für die BPCE-Gruppe ist das ein großer Schritt, weil eben diese Konzentration auf Frankreich intensiv war. Es gibt z. B. eine positive Aussage der BPCE-Gruppe, dass jeder 4. Franzose Kunde der BPCE-Gruppe ist. Da ist schon ein gewisses Limit erreicht. Auch die Aufsichtsbehörde hat empfohlen, dass eben die BPCE-Gruppe diese Konzentration in Frankreich etwas verbessert, in dem sie im Auslandsgeschäft tätig ist und dorthin expandiert. Daher ist dieser Zukauf der ehemaligen SGEF ganz wichtig gewesen, da das der erste große Schritt gewesen ist international zu expandieren. Für uns eine sehr gute Nachricht, weil wir jetzt einen Eigentümer haben, der Geschäfte entwickeln möchte, der für alle Ideen zugänglich ist und der auch für Investitionen, gerade in IT-Systeme, zugänglich ist. Diese sind für eine Expansion und eine moderne Dienstleistung die wir anbieten sehr wichtig.

CCFA: Wo steht BPCE heute, und wohin möchten Sie sich entwickeln?

C.P.: Also in Europa können wir schon sagen wir sind die Nummer 1 oder 2, wollen aber auch hier noch deutlich wachsen. Hier gibt es auch das Ziel, global in die Top-Liga weiter aufzusteigen. Wenn man sich hier auch die globalen Leasingzahlen anschaut, findet man auch die BPCE Gruppe unter den Top 3 aber da gibt es auch gewisse Abstände zur Nummer 1, das möchten wir auch entsprechend aufholen, da gibt es auch klare Pläne für eine geographische Expansion, neben den Partnergesellschaften die wir eben angesprochen haben, also Skandinavien und Australien, findet jetzt gerade bei uns auch der Prozess statt, dass weitere Länder definiert werden, in denen wir mit einer direkten Expansion, mit direkten Tochtergesellschaften hingehen wollen.

CCFA: Welche strategischen Wachstumsziele haben Sie für die kommenden Jahre in Österreich und global definiert, und wie sollen diese erreicht werden?

C.P.: Für Österreich selbst ist es so, dass wir sehr spezialisiert am Markt aktiv sind. Wir sind hier bewusst ein ?Mission Player? Weil wir der sogenannte ?Vendor? Geschäft verfolgen. Das heißt, dass wir primär unsere internationalen Hersteller und Händlerpartner begleiten und da sind eben Namen dabei über ?Oracle? über SAP über auch Microsoft oder Cisco im IT-Bereich. Wir haben also in Österreich primär den Ansatz, dass wir diese Vendor-Partner Geschäfte begleiten. Wir haben nicht den Ansatz, dass wir zu direkt-Endkunden auf der grünen Wiese akquirieren, sondern, dass wir im Zusammenhang mit unseren internationalen Herstellern auch Partner für Ihre Produkte haben. Das ist auch eines der großen strategischen Elemente, dass wir eine möglichst große geographische Abdeckung weltweit anbieten und auch ein möglichst homogenes Service für diese Partner. Das heißt ein Partner wie SAP oder Oracle möchte in jedem Land ein möglichst homogenes Finanzierungsprodukt anbieten und da ist es wichtig, dass wir diese Finanzierungslösungen auch anbieten oder sehr ähnlich anbieten könne. Das ist auch für uns in Österreich der Kernbereich unseres Geschäfts, dass wir unsere Partner gut bedienen können und dass wir in diesem Bereich die Top-Rolle einnehmen.

CCFA: Welche Veränderungen haben sich seit der Übernahme ergeben – sowohl operativ als auch kulturell?

C.P.: Da kann ich dazu sagen, dass ich kulturell weniger, bis gar keine Veränderungen ergeben haben. Wir haben eine französische Mutter. Was wir gesehen haben, ist, dass sich ein Unterschied in der genossenschaftlichen Struktur der BPCE-Bankengruppe ergeben hat. Dazu kurz eine Aufklärung: der Begriff BPCE setzt sich eben zusammen aus den zwei Bankengruppen. Das eine ist die Volksbank: Banque Populaire und das zweite die Sparkassengruppe in Frankreich: die Caisse d’Épargne, die glaube ich schon vor 20 Jahren in Frankreich zusammengekommen sind und eine Bankengruppe gegründet haben. Aber eben wie eine Genossenschaftliche Bankengruppe, vergleichbar mit einer österreichischen Genossenschaftsbank so organisiert sind, dass die eigentlichen Eigentümer Genossen sind und dann eben die BPCE Holding Gesellschaft obendrauf gesetzt wurde, eben auch als Verwaltungsgesellschaft.

CCFA: Welche neuen Chancen oder Herausforderungen sind daraus entstanden, insbesondere im Hinblick auf die Marktposition in Österreich?

C.P.: Da würde ich sagen, ist für uns ganz wichtig, dass unser Eigentümer so einen starken Wachstumskurs fahren möchte. Hier die manchen Begrenzungen, die wir in den Jahren davor hatten, nicht gelten, sondern im Gegenteil wir einer sehr interessierten Managementstruktur gegenüberstehen, die jede Idee aufgreifen und prüfen und wenn sie sinnvoll ist auch umsetzen möchte. Und sehr viele Ressourcen eben auf diese Entwicklung und Expansion der BPCE Equipment Solutions Gruppe investiert und da eingebracht wird. Für uns ist ein wichtiger positiver Faktor dieser starke Wachstumsgedanke und den spürt man in allen Bereichen. Alle streben nach vorne: Systeme entwickeln, IT, Strukturen, Support, das ist ganz großartig.

CCFA: Österreich befindet sich aktuell in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Wie begegnen Sie dieser Situation innerhalb des Unternehmens und wahren ihre positive Ausrichtung?

C.P.: Da hilft uns unser Setup und eben unsere Geschäftsstrategie, dass wir da mit unseren internationalen Vendor Partnern gemeinsam unsere Geschäfte machen. Allen ist bewusst, dass es momentan in Österreich noch eine herausfordernde Situation ist, aber auch das, kann ich sagen nachdem ich eben schon viele Jahrzehnte in der Branche tätig bin, habe ich schon manche Krisen miterlebt, keine hat ewig angedauert. Also es wird wieder eine Verbesserung geben und da arbeiten auch schon alle unsere Partner und auch wir, dafür, dass wir da auch schon gerüstet sind und dann auch wieder diesen Aufschwung mitnehmen können. Da hilft uns auch unsere nahe Verbindung zu unseren internationalen Hersteller- und Händlerpartnern.

CCFA: Wie können Unternehmen in Österreich allgemein – aus Ihrer Sicht – trotz Unsicherheiten wachsen und innovativ bleiben?

C.P.: Ja ich meine das sieht man ja, dass im Moment Unternehmen die eben einen starken Fokus auf Österreich haben, in einer schwierigen Situation sind und die Herausforderungen speziell im Bereich Kosten, Mitarbeiterkosten, Wachstum… da sind und natürlich für uns, als internationaler Konzern würde es sich ganz gut ausgleichen können. Und wie ich schon vorher erwähnt habe,  ich habe immer wieder interessante Gespräche mit Kollegen, zum Beispiel aus Spanien, die mit dem Begriff Inflation eigentlich gar nichts anfangen können, seit Jahren gibt es dort eh keine Inflation. Bei uns ist es ja DAS große Thema, dass auch das alltägliche Leben ganz stark beeinflusst.

CCFA: Welche Faktoren machen Österreich trotz wirtschaftlicher Spannungen zu einem attraktiven Standort für BPCE?

C.P.: Das ist eine schwierige Frage. Naja gut, was wir eben jetzt auch sehen, ist, Innovation auch durch technische Entwicklung, Einsatz von modernen IT-Systeme. Gerade in Österreich haben wir jetzt auch die letzte aktuelle Entwicklung gesehen, mit dem Österreicher, der ?Open Claw? Entwickelt hat, dass das sehr wohl möglich ist, auch in einem sehr kleinen Land, solche Aktionen zu machen. Was jetzt schon wieder heftig kritisiert wird, ist das wir ihn auch schon wieder ziehen lassen haben und nicht in Österreich und Europa gehalten haben. Aber ich glaube auf diesem Weg, könne wir sehr wohl viel Gutes machen. Ich mache mir jetzt keine großen Sorgen, dass irgendwann wieder ein Aufschwung kommen wird. Eine gewisse Grundpositivität ist doch da, absolut. Ein großer Punkt den ich auch immer wieder erwarte ist wenn irgendwann ein Frieden in der Ukraine abgezeichnet wird. Dann ist Österreich auch wieder ganz vorne dabei. Also für uns als BPCE Gruppe oder BPCE Equipment Solutions Gruppe ist weiterhin Österreich auch ein Tor nach Südost-Europa, ein Ort wo auch sehr leicht Kontakte geknüpft werden können , Verbindungen gemacht werden können, auch viele unserer (Vendor-) Partner haben ihr Hauptquartiert in Österreich. Manche, die ihr HQ auch mal in Osteuropa hatten, sind wieder nach Österreich zurückgekommen. Dieser Aspekt bleibt weiterhin bestehen und bleibt auch für uns ein wichtiges Thema.  Auch im Vergleich zum Thema geographische Expansion, da schaut man auch durchaus in diese Richtung.

CCFA: Die CCFA war schon immer Teil Ihrer Unternehmensgeschichte. Wie erleben Sie die Zusammenarbeit heute, und welche Rolle soll sie in der Zukunft von BPCE spielen?

C.P.: Also die ersten 20 Jahre habe ich als Junior Partner der Société Générale Gruppe erlebt. Jetzt sozusagen als vollwertiges Mitglied, was uns auch sehr freut. Da denke ich auch die sehr guten Möglichkeiten der Kontaktpflege aber auch der wirklich guten Business-Möglichkeiten. Ich bin auch immer wieder beeindruckt von den vielen neuen Mitgliedern, die in jedem neuen CALÉIDOSCOPE-Magazin vorgestellt werden, da sind wirklich eine Vielzahl von wirklich bedeutenden Unternehmen dabei. Es gibt da auch total interessante Möglichkeiten. Ich glaube auch, dass wir in der CCFA in den nächsten Jahren und Jahrzehnten eine sehr gute Zukunft haben werden.

CCFA: Wo sehen Sie BPCE in Österreich in fünf Jahren?

C.P.: Erstens ist für uns dieser Strategieplan 2030 sehr wichtig, der wurde 2025 gelauncht, also ein 5-Jahres Plan, das passt also perfekt in dieses Grundkonzept hinein. Da ist dieses 50% Wachstum als Gruppe in Europa ein wichtiges Ziel. In diesem Zeitraum sehen wir uns in Österreich mit deutlichem Wachstum, noch stärkerer Verbindung mit diesen bekannten Vendor-Partnern. Für mich persönlich, eine Vorstellung, dass wir hier Richtung Südost-Europa weitere Schritte machen können, in Richtung einer weiteren Expansion der BPCE-Gruppe.

 

 

Kontakt:

BPCE Equipment Solutions Austria GmbH

Mariahilfer Straße 123/1/2 Top 122

Mag. Christian Piringer, Geschäftsführer

+43 1 522 34 10

christian.piringer@groupebpce.com

www.equipmentsolutions.groupebpce.com